Geschichte und Theorie des Fernsehens, LV 6964 SU  Raum B 321
Freitags 12.15 - 13.45  

Fernsehen - Theorie und Geschichte, LV 851 Ü  Raum B 321
Freitags 14.15 - 15.45

Stephan Geene

WS 2017/18

Seminar und Übung sind zwei unabhängige Veranstaltungen.
Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen,

die Übung durch ein Referat und ggf. eine Hausarbeit.
Für die Übung ist regelmässige Anwesenheit notwendig.

Fernsehen ist heute dabei, sich aufzulösen. Übrig bleibt eine historische Version
des Fernsehens, die vom Ende der 1940er Jahre bis in die 1990er Jahre reicht
und ein "Nach-Fernsehen", das sich auflöst in die verschiedenen Praktiken
"sozialer Medien".

Der "Bruch" betrifft nicht nur ein Medium, er betrifft die gesellschaftliche Organisation
und das Individuum, das Subjekt.
 

"Als Fernsehen (auch kurz "TV", vom griechisch-lateinischen KunstwortTelevision)
bezeichnet man zunächst ein Massenmedium, das zentral konzipierte und produzierte
audiovisuelle Sendungen unidirektional und synchron an ein disperses Massenpublikum vermittelt."
Aus: Wikipedia

barth band

Slavoj Zizek, Willkommen in der Wüste des Realen, Zeit 2001
Slavoj Zizek in Alexander Kluges TV-Show 10VOR11
Slavoj Zizek auf AlJazeera

spiegel
Spiegel, DIe Macht des Fernsehens Oktober 2017
Leitartikel und Interview mit Plasberg

TV ZWISCHEN FORDISMUS UND POSTFORDISMUS :

Georg Sesslen über die Hintergründe, warum das Show-Format Wetten, dass...
notwendigerweise zu Ende gehen musste...

mmmm THE MAD MEN ACCOUNT
The New York Review of Books, 2011, Daniel Mendelsohn

Am Knöpfchen gedreht
Wie das Westfernsehen zur Wende in der DDR beitrug

TV IM HISTORISCHEN BLOCK:
"DAS FERNSEHEN IM EIGENEN HEIM" UND FAMILIE

family reed  best

Jene fatale ,Nähe' des Fernsehens, Ursache aus der angeblich gemeinschaftsbildenden
Wirkung der Apparate, um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu
sagen wüßten, stumpfsinnig sich versammeln, befriedigt nicht nur eine Begierde, vor der
nichts Geistiges bestehen darf, wenn es nicht in Besitz verwandelt, sondern vernebelt obendrein
die reale Entfremdung zwischen Menschen und zwischen Menschen und Dingen.” 

Theodor W. Adorno, Prolog fürs Fernsehen 1952/53

Die Medien im Haus, Beatriz Colomina


rebel   rebel 

FORMATE : Konstante Gegenwart – Die TV-Show

boehmermannkerner raab ss+p

„Die Fernsehshow arbeitet seit ihren Anfängen immer perfektere Ereignisräume aus, um das Unmögliche zu inszenieren:
die Umarmung von Sender und Zuschauer; der Bruderkuss von Kandidat und Moderator, die sich als Kinder des gleichen
künstlichen Welten erkennen. Der Kandidat, das traumhafte Doppel von jedermann, bewegt sich durch diesen Kanal zwischen
Institution und Intimität und gewährleistet die erwünschte Rückspiegelung der beiden gekoppelten Räume. Der Moderator
steuert zur ereignishaft aufgebauten Situation der Spiel-, Quiz, und Unterhaltungsshow das Element der Übertragung und
Wiederholbarkeit bei, das alle intimen Beziehungen benötigen."

Fernsehshows, Theorie einer neuen Spielwut, 1991, S. 8

ZDF NEO ROYAL : TV TOTAL

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KRITIK, GEGENKRITIK UND THEORIE

Ideologie, Adorno (Prolog zum Fernsehen) / Bewusstseinsindustrie
T.W.Adorno, Fernsehen als Ideologie, 1953

Text von Adorno, Prolog zum Fernsehen

free rainer rainer

Hans Magnus Enzensberger, Baukasten zu einer Theorie der Medien (1970)
[Auszug] http://www.medienkunstnetz.de/quellentext/51/ 

Optionale Themen:

 

Technikgeschichte und Kulturgeschichte
Ein kurzer Abriss über die Geschichte des Fernsehens vor dem 2. Weltkrieg
"Ein am Orte A befindliches Objekt an einem beliebigen Orte B sichtbar zu machen“ 
(aus der Patentschrift 'Elektronisches Teleskop' von Paul Nipkow 1884
beim kaiserlichen Patentamt in Berlin) 



tvikono36 rakete


Marshall McLuhan

bb     media massagemc luhan
Heute ist Fernsehen das wichtigste der elektronischen Medien, weil es in beinahe jeden Haushalt eindringt
und dabei das Zentralnervernsystem jedes Zuschauers ausweitet, indem es den gesamten Sinnapparat
durcheinanderbringt und mit einer ultimativen Botschaft neu formt. Vor allem das Fernsehen ist dafür verantwortlich,
dass die Vorrangstellung der Visualität zu Ende geht, die für alle mechanischen Technologien charakteristisch war
– auch wenn all anderen elektronischen Medien dabei zusätzlich eine Rolle gespielt haben.“
(McLuhan, in: Absolut McLuhan, S. 19)
THE MEDIUM IS THE MESSAGE

Kritik und Gegenkritik 2
Kritik des Spektakels bei der Situationistischen Internationale (Paris)
bis zu anderen Subkulturen wie den Punks
buchboredom       mai68  mai   travail

 

The Revolution will not be televised
oder doch? : das Beispiel der live-Revolution in Rumänien

Das History-Event und die Frage nach Realität und Simulation
DIE WELT (globalität), Eventübertragung, Nachrichten
Mondlandung 1969 und Vietnam-Krieg
treppetv  mondlandung  mond

 

Krieg und Fernsehen

tv tet  lifeprotest  erschiessung 

Freitag Vietnam, 9/11, Irakkrieg 1, Irakkrieg 2
Judith Butler, Krieg und Affekt

TERMINE

Freitag 13.10. Einführung
Freitag 20.10.
Freitag 27.10.
Freitag 3.11.
Freitag 10.11.
Freitag 17.11.
Freitag 24.11.
Freitag 1.12.
Freitag 8.12. muss leider ausfallen
Freitag 15.12.
Freitag 22.12.
Freitag 5.1.2018
Freitag 12.1.
Freitag 19.1 Klausurvorbereitung.
Freitag 26.1 Klausur.
Freitag 2.2. 2018

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