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konzipiert von sabeth buchmann, helmut draxler, stephan geene, (org:) moira hille und dunja reithner / akademie der bildenden künste, wien in zusammenarbeit mit der jan van eyck academy, maastricht

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FILM
AVANTGARDE BIOPOLITIK

konferenz
18. - 20. 1. 2007


TAG 1 EINFÜHRUNG
Lebensbegriffe der Avantgarde/ Peter Bürger

 

TAG 2 DIE POLITIK DER BIOPOLITIK

Nichts ist politisch. Alles ist politisierbar
Biomacht und mediale Öffentlichkeit / Astrid Deuber-Mankowsky

Wie lebendig ist Deine Arbeit?
Über die Frage des Politischen in Theorien der Biomacht / Katja Diefenbach


The Nietzschean Paradigm in Biopolitical Film / Nitzan Lebovic

Agamben und die Situationisten / Eva Geulen

 
ABSTRACTS
PROGRAMM
TEXTE
Archiv des Projektes an der JAN VAN EYCK



TAG 3 LEBEN ALS ÄSTHETISCHE UND ALS POLITISCHE KATEGORIE

Constructive Instability’, or The Life of Things as the Cinema’s Afterlife? Thomas Elsaesser

Leben, Film, Stilisierung, Wolfgang Bock

Screen Testing
Gus Van Sants exzellente Subjekte,
Tom Holert

Sentiment, Belief, and Medium, Gregg Bordowitz

     

 

»Biopolitik« ist in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff in den unterschiedlichsten akademischen Disziplinen und theoretisch-politischen Feldern geworden. Er verdankt seine Karriere einer schillernden Mehrdeutigkeit, die gelegentlich sogar an das heranreicht, was mit ihm eigentlich hätte kritisiert werden sollen, nämlich ein emphatischer Lebens-begriff als Horizont radikaler Politik. Unsere Fragestellung setzt daher an den Ambivalenzen, Widersprüchen und
Aporien von »Biopolitik« an und versucht, den von Foucault postulierten »Imperativ der Lebensoptimierung« sowohl in den globalisierten, neoliberalen Formen politischer Ökonomie als auch in jenen sozialrevolutionären, transgressiven Praktiken der künstlerischen und politischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts zu verorten.
Der erste Tag (»Die Politik der Biopolitik«) wird sich vor dem Hintergrund einer Differenzierung und Problematisierung des modernen Lebensbegriffs auf die Frage nach den politischen Diskurshorizonten konzentrieren, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven einer biopolitisch verstandenen Wende ziehen lassen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Bewertung der ästhetischen Theorie als vielfach in lebensphilosophischen Konzepten verwurzelter Disziplin. Am zweiten Tag (»Leben als ästhetische und politische Kategorie«) geht es vor allem
um die Frage, welche konzeptionellen und kategorialen Folgen die am Lebensparadigma ausgerichteten Gegensätze zwischen Avantgarde und Autonomie mit sich bringen, und ob das Mediale als Ersatzdroge des Lebens taugt, um eine politisierbare Geschichte postklassischer Formen von Kunst und Kino zu umreißen.