periodikum

ausgabe 2

berlinale 2008

NONFILM KINO (KUNST)

RWF
VERDACHT VERRAT VERZWEIFLUNG

Kino lässt sich trennen, abtrennen von seinem Normalvollzug als Vorführung in Kinos für ein Ausgehpublikum. Kino ist dann etwas das zur Verfügung steht für andere DInge: Werbung, oder auch: Kunst. Was vielleicht als >Kritik der Trennung< daher kommt, als Lamento, dass Kapitalismus alles kaputt macht, jetzt auch noch das Kino, ist so einfach nicht. Was, wenn nicht Kino, war schon immer finanzdynamisiert, wenn nicht mehr, wenn nicht schon immer

einfach: Bild als Kapital. Die Abtrennung von Kino als Glamourdisplay für Stars, die, wenn sie da sind, Filmfestivals aufwerten, als neue Sternenbeleuchtung zeitgenössischer Kunst öffentliche Präsenz geben oder als megafragmentierte Anwendung von You-Tubern oder Download-Sammler/innen, das steht der Beurteilung gegenüber noch offen.Oder einigen Praktiken, die sich noch erweisen müssen. Einige Üerlegungen zur Freisetzung von Kino und seiner neuen Verwendung in der Bildenden Kunst, von Stephan Geene.

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berlinale blog
täglicher talk zur berlinale 2008
     


Jean-Pierre Rehm, Auf ins Museum, Kino!

Das Kino ist nicht einfach die Summe aller Filme, das Kino ist auch eine Form, eine globale Form – ein vollständiges Projekt der Welterfahrung. Diese besondere Form wird nun von Künstlern zitiert, neu aufgenommen, befragt, entstellt. Sie haben sich um das Projekt herum bewegt, Sicherheitsausgänge und Anbauten gefunden und diese dann leidenschaftslos ausgestellt. Dabei ist noch einmal Charme zerbrochen; ein anderer konnte dabei jedoch entstehen. Sein Ort ist ohne Ort: das Museum, der Kinosaal, aber warum nicht? etc.

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Allein im Norwegerpulli, Diedrich Diederichsen über Koehlers Montags kommen die Fenster
Warum ich keine "politischen" Filme mache, Ulrich Koehler
 
Kunst und Kinematografie
Gregor Stemmrich

»Kino und Kunst stellen eines der Paare von Bezugsgrößen dar, die unaufhörlich schlechte Seminare, entnervende Konferenzen und belanglose Ausstellungen zur Folge haben, auf denen Kunst zu etwas Ähnlichem in Beziehung gesetzt werden soll. [weiter]
 
 
     

Jan van Eyck Video Weekend:
From black box to white cube
— round table with Pedro Costa, Catherine David, Chris Dercon (moderator)

Taking up Bazin’s question – ‘
Qu’est-ce que le cinéma? – many find that today it is no longer relevant. Instead, we should ask – as filmtheoretician Edwin Carels once suggested – the question ‘Where is cinema?’ The response is of course: ‘Everywhere.’

 

   

Jump Cut
Podiumsdiskussion zum "Forum Expanded" 2007 : Film/Kunst

Von Ekkehard Knörer

>Seit einigen Jahren schon will die Kunst was vom Kino, das Kino was von der Kunst. Nur wissen sie nicht genau, was. Aber man redet darüber. So wie hier und heute. Und natürlich begegnet man im Kunstmuseum immer wieder dem Kino, oder wenigstens: dem bewegten Bild. Denn nicht jedes bewegte Bild ist schon Kino. Und natürlich begegnet man im Kino immer wieder der Kunst, oder wenigstens: der nicht-fiktionalen, nicht-dokumentarischen, der aus dem Rahmen der Kinokonventionen fallenden Form. Aber nicht jeder Experimentalfilm ist schon Kunst. <


film, avantgarde, biopolitik

eine konferenz in wien mit texten von thomas elsässer, tom holert, nitzan lebovic, eva geulen, katja diefenbach, astrid deuber-mankowsky, wolfgang bock, helmut draxler, stephan geene, sabeth buchmann

     
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