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Preciado, Beatriz
kontrasexuelles manifest
Nachwort von Marie-Hélène Bourcier
2003 · 180 S. · 14 € · ISBN 3-933557-38-0

Aus dem Französischen von Stephan Geene, Katja Diefenbach und Tara Herbst


»Der Dildo stiftet Unbehagen/ Lust. Und tatsächlich ist der Dildo das Stück, das fehlt, um das paranoide Rätsel zu lösen, das der lesbische Sex im sexuellen heterozentristischen Modell darstellt; als ermögliche er die Antwort auf jene drängende Frage: wie ficken Lesben ohne Penis?

Ob er dem Sex hinzugefügt wird oder an seine Stelle tritt, der Dildo als Supplement ist außerhalb und bleibt außerhalb des organischen Körpers. Der Dildo ist ein Alien. Er ist gleichermaßen und paradoxerweise eine exakte Kopie und das, was dem Organ am fremdesten ist. Der Dildo richtet den Penis gegen sich selbst. Er wird als natürlich gedacht, als Präsenz und ist in dieser Hinsicht selbstgenügsam. In der heterosexuellen Mythologie genügt ein Penis. Hat man zwei davon, fällt man bereits unter die Monstrosität eines lebendigen Doubles: was ist der Dildo und was der Penis? Hat man keinen Penis, fällt man gleich unter einen anderen Typ Monstrosität, unter die natürliche Monstrosität der Feminität.«
Mehr von Beatriz Preciado:

Interview
in Jungle World (50+51/2004):
1: »Proletarier des Anus«
2: »Kontrasexuelle Therapie«

Interview in fiber – werkstoff für feminismus und popkultur (5/2004):
»Von Dildopolitiken und Kontrasexualitäten«
www.fibrig.net (Text nicht online)

Text in der französischen Zeitschrift multitudes (12/2003):
Multitudes queer. Notes pour une politique des "anormaux"


Stimmen zum kontrasexuellen manifest:

Malmoe (Wien):
»..worin der Dildo als Verwirrungsstifter im heterosexuellen Herrschaftsgebiet des Phallus beschrieben wird, angetrieben von einer Mixtur aus feministischer und postmoderner Theoriebildung und einer guten Portion Humor.«

SPEX (Köln):
»The revolution will be sexualized.«