zu städtischem Handeln und politischer Stadttheorie Hg. NGBK/Berlin 29,-
288 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, französische Broschur,
Fadenheftung, ISBN 3-933557-07-0
Aggressives, nicht-akkumulatives städtisches Handeln auf knapp 300 Seiten
Baustop.randstadt,- ist das Projekt einer Arbeitsgruppe von ca. 20 Beteiligten,
die aus verschiedenen Kunst- und Stadt-/Politik-Zusammenhängen in Berlin
kommen. Realisiert wurde Baustop.randstadt,- im Herbst 98 im Rahmen der Neuen
Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK). Das Projekt umfaßte in zwei
Räumen - in Kreuzberg und Berlin-Mitte - eine Ausstellung, eine
Veranstaltungsreihe mit Diskussionen, Workshops und Filmen, eine Videothek,
Plakatwände in Bushaltestellen und eine Filmreihe. Ausgangspunkt von
Baustop.randstadt,- war die Beobachtung, dass Konflikte um die Ausrichtung
Berlins auf gehobenen Konsum, spekulative Privatisierung von öffentlichem
Grund und Abwicklung Ost gegenüber der Dringlichkeit von
Sachzwängen fortwährend weggeschoben werden. Soziale
Spaltung, Nationalismus und Geschlechtergrenzen festigen sich dabei,
während alternative Lebensformen und Praktiken nahezu hysterisch abgewertet
werden.In seiner Selbstdarstellung erhält Berlin einen Auftritt als
Unternehmen, das eine erhoffte erfolgreiche Bilanz durch Expansion
und Investitionen herstellt, während gleichzeitig auf Kosten der
MitarbeiterInnen rationalisiert wird. Unter dem Strich dieser
Kalkulation steht die Erwartung, die für eine nicht näher bestimmte
Zukunft erhofften Erfolge der Berliner Unternehmenspolitik würden
Verbesserungen für das Leben aller erbringen. Dem widersprach die
Ausstellung mit einer Sicht auf diese Stadt, die die Kritik an den
Lebensbedingungen hier sowie das Interesse an mäglichen anderen formuliert.
Der von der Arbeitsgruppe erarbeitete Reader ist eine Fortsetzung der
Ausstellung mit den Mitteln des Buches.
|